Wirkungsmessung

Cortex misst jede Massnahme gegen eine Kontrollgruppe aus Filialen und quantifiziert den Mehrumsatz, den sie erzielt hat.

KPI-Uplift je Massnahme

Erfolgsquote

Time-to-Learning

Filialvarianz

Wiederholquote

Nachweis

Die Aufgabe ist erledigt, der Haken gesetzt, die Zweitplatzierung steht, die Kasse ist besetzt, der Nachschub läuft anders als vorher. Danach fragt niemand mehr nach. Umsatz, Service und Produktivität bewegen sich in den Wochen darauf, nur weiss niemand, wovon. Cortex hält jede Massnahme mit Zeitstempel, Filiale, Zone und Artikel im selben Raster wie die Kennzahlen, damit die Frage, ob sie gewirkt hat, überhaupt eine Antwort haben kann.

Die naheliegende Rechnung, vorher gegen nachher, trägt nicht, weil Saison, Wetter, Ferien und die Aktion im Nachbargang die Zahl im selben Zeitraum bewegen. Eine fallende Conversion kann schlicht mehr Frequenz bedeuten, denn die Conversion sinkt mit steigender Frequenz, so ist es im Handel gemessen. Ohne Kontext wird sie als Verschlechterung gelesen, und die falsche Massnahme folgt.

Gegenprobe

Cortex bildet aus den Standorten, die den Eingriff nicht hatten, die Vergleichsgruppe, Filialen mit ähnlicher Frequenz, ähnlichem Sortiment und ähnlichem Verlauf der Vorwochen. Gemessen wird die Differenz zwischen beiden Verläufen, nicht die Veränderung allein. Was Wetter und Saison bewegen, bewegen sie in beiden Gruppen, und was übrig bleibt, ist die Massnahme.

Wie deutlich der Unterschied ausfallen kann, zeigt ein Feldversuch in 214 Filialen einer deutschen Parfümeriekette. Acht Artikel zogen von ihrem Regal auf ein Display an der Kasse und verkauften 197 Prozent mehr je Woche, alle übrigen Artikel derselben Filialen im selben Zeitraum 0,54 Prozent mehr, und je Artikel lag die Wirkung zwischen 80 und 478 Prozent. Eine Massnahme, die überall gleichzeitig ausgerollt wird, hat diese Gegenprobe nicht mehr, und Cortex sagt das vor dem Rollout, nicht danach.

Unterschied

Dieselbe Massnahme wirkt je Standort verschieden. Bei einem Händler mit über 500 Filialen brachte ein zusätzlicher Dollar Personalkosten je nach Filiale zwischen vier und 28 Dollar Umsatz, am einen Standort siebenmal so viel wie am anderen. Der Vergleich über das Netz ist deshalb keine Rangliste, sondern die Frage, wo eine Massnahme mehr bringt.

Damit wird der Netzvergleich zur Handlung. Ausgerollt wird, wo die Wirkung gemessen ist, gelassen, wo sie ausbleibt, und die Abweichung zwischen Filialen wird begründet statt bewertet. Allein die Umverteilung des vorhandenen Personalbudgets dorthin, wo es mehr Umsatz bringt, lässt bei diesem Händler ein Plus von 2,6 Prozent ohne Mehrkosten erwarten.

Lernen

Jede gemessene Massnahme geht als Erfahrung in die nächste Entscheidung. Cortex führt je Massnahmenart die Erfolgsquote, die Zeit bis zur Erkenntnis und den Uplift, den sie im Schnitt gebracht hat, und schlägt beim nächsten Mal die Massnahme vor, die in vergleichbarer Lage gewirkt hat.

Auch aus dem, was schiefging. Reklamationen und wiederkehrende Fehler werden gegen die Massnahme gehalten, die sie beheben sollte, und die Wiederholquote zeigt, ob der Fehler abgestellt ist oder nur verschoben. Der Kreis schliesst sich erst, wenn die Massnahme nicht nur umgesetzt, sondern belegt ist, und aus der Summe der Belege entsteht das Wissen eines Betriebs darüber, was bei ihm wirkt.

Eine neue Ära im Detailhandel.