Filialsteuerung

Cortex erkennt die Abweichung im laufenden Tag, sobald sie entsteht, und initiiert den Eingriff, bevor sie Umsatz kostet.

Alarm-to-Action-Rate

Zeit Problem bis Handlung

Benchmark-Abweichung

Vermiedener Verlust

Execution Score

Time-to-Decision

Lagebild

Kasse, Bestand, Personal, Aufgaben, Technik und Frequenz liegen in getrennten Systemen, jedes mit eigenem Bericht, eigenem Takt und eigener Wahrheit. Daten gibt es genug, ein Bild gibt es nicht. Nur sechs Prozent der Handelsunternehmen erreichen die Reifeschwelle, ab der Daten ihre Entscheidungen tragen, im Durchschnitt aller Branchen sind es 16 Prozent, und die meisten nennen als Hindernis Altsysteme, die sich nicht verbinden lassen.

Die Umsatzzahl allein erklärt nichts. Ein Rückgang kann weniger Frequenz sein, eine schlechtere Conversion, ein kleinerer Bon oder ein leeres Regal, und jede dieser Ursachen verlangt eine andere Antwort. Die Conversion sinkt mit steigender Frequenz, so ist es gemessen, und ohne die Frequenz daneben wird ein guter Tag als schlechter gelesen.

Cortex legt Kasse, Bestand, Personal, Aufgaben, Technik und Frequenz aus den bestehenden Quellen in ein Zeitraster und führt je Filiale ein Normalprofil, gegen das jeder Tag gelesen wird. Das Lagebild ersetzt kein System, es verbindet sie, und es zeigt am Morgen, wo dieser Tag vom Plan abweicht.

Priorität

Alarme und Dashboards aus Kasse, Warenwirtschaft, Lager, Personalplanung, Sensorik, Aufgabensystem und Marketing treffen auf eine Person, die den Laden führt, und Wichtiges geht in der Menge unter. Führungskräfte an der Front verbringen 30 bis 60 Prozent ihrer Zeit mit Verwaltung und Sitzungen und nur 10 bis 40 Prozent mit dem Führen ihrer Teams, so beschrieb es McKinsey 2009 über alle Branchen hinweg.

Cortex sortiert nach Umsatz- und Servicewirkung. Je Rolle eine Liste, jede Aufgabe mit Grund und Zeitfenster, und die Kennzahl ist nicht die Zahl der Alarme, sondern der Anteil, der zur Handlung führt. Was nicht in dieser Stunde zählt, wartet, ohne verloren zu gehen.

Eingriff

Der Tag weicht vom Normalprofil ab, durch Wetter, Ferien, ein lokales Ereignis oder eine verspätete Lieferung. Das Wetter allein bewegt den Tagesumsatz einer Filiale je nach Lage um bis zu 23,1 Prozent, und Wetterdaten verbessern die Umsatzprognose bis sieben Tage im Voraus. Die Korrektur gehört in den Tagesverlauf, nicht in den Wochenreport, denn dann ist die Möglichkeit zur Korrektur vorbei.

Cortex meldet die Abweichung, solange der Tag zu korrigieren ist, und legt die Aufgabe an die Rolle, die sie ausführen kann, Kasse öffnen, Nachschub vorziehen, Personal umverteilen, Aktion nachziehen. Gemessen wird die Zeit vom Problem bis zur Handlung und der Verlust, der dadurch nicht entstanden ist.

Filialnetz

Filialen reagieren unterschiedlich auf dieselbe zentrale Massnahme, und die Zentrale sieht den Unterschied erst im Bericht. Bei einem Händler mit über 500 Filialen fanden Kunden im Schnitt in 18 Prozent der Fälle verstellte Gänge vor, je nach Filiale zwischen fünf und 55 Prozent, und das Personalbudget je Filiale wurde einmal im Monat angepasst. Was zentral beschlossen ist, wirkt nur, wenn es vor Ort umgesetzt wird, und wie gut, unterscheidet sich von Tür zu Tür.

Dasselbe Raster in jeder Filiale macht den Vergleich möglich. Cortex zeigt der Zentrale die Abweichung vom Standard je Filiale und die Zeit bis zur Intervention, und was an einem Standort wirkt, wird zur Regel für die nächsten. Ob es gewirkt hat, beantwortet die Wirkungsmessung, und Filialsteuerung wird von einem Bericht über gestern zu einer Lage, die sich heute führen lässt.

Eine neue Ära im Detailhandel.