Nachschubplanung
Cortex prognostiziert jede Frequenzspitze und terminiert die Verräumung, bevor sie das Regal leert.
Backroom-to-Shelf-Zeit
Zeit Rampe bis Regal
OOS-Minuten
Regalverfügbarkeit zum Peak-Start
Kartons je Nachfüllstunde
Zeitpunkt
Die Ware ist im Haus, gezählt und gebucht, und das Regal ist leer, weil die Verräumung nach Schichtplan läuft und nicht nach Nachfrage. Bis ins Lager der Filiale kommen 98 bis 99 Prozent der Ware an, auf den letzten Metern vom Lager ins Regal fällt die Verfügbarkeit auf 90 bis 93 Prozent, so hat es ECR Europe gemessen. Die Strecke, auf der der Nachschub verloren geht, ist die kürzeste der ganzen Lieferkette.
Der Takt ist bekannt. Regallücken häufen sich am frühen Abend, wenn der Tag die Regale geleert hat und die Verräumung erst in der Nacht kommt, und am Freitag und Samstag, die zusammen 43 Prozent des Wochenumsatzes tragen und ohne passende Lieferung auskommen müssen. Der Wochenanfang ist kritisch, weil die Ware geliefert, aber noch nicht im Regal ist. Und die ersten Tage einer Aktion sind die schwierigsten, weil der Nachschub der Nachfrage noch nicht folgt.
Cortex liest die Frequenzprognose der nächsten Stunden, den Abverkauf je Artikel und die offenen Nachfüllaufgaben im selben Zeitraster und setzt die Verräumung vor die Spitze, nicht hinein. Die Aktionsfläche ist voll, wenn die ersten Kunden der Aktion kommen, und der Gang ist frei, wenn die Frequenz steigt.
Reihenfolge
Die Liste ist zu lang für die Stunde, und die schnellsten zehn Prozent der Artikel verursachen 45 Prozent aller Regallücken. Wer den Rollcontainer von oben nach unten verräumt, füllt den Langsamdreher, während der Topseller fehlt, und Personal arbeitet an Artikeln, die niemand vermisst.
Cortex ordnet die offenen Nachfüllaufgaben nach Abverkauf, Marge, Aktionsstatus und Regalkapazität und gibt sie mit Artikel, Regalplatz, Menge und Grund an die Rolle im Store aus. Die Schicht weiss, womit sie anfängt, und die Reihenfolge folgt dem Umsatz, der in dieser Stunde an der Lücke vorbeiläuft.
Rampe
Vor dem Regal liegt die Rampe. Die Lieferung kommt ohne Avis oder zu spät, die Annahme fällt in die Spitze, Rollcontainer blockieren Gang und Backroom, Retouren stehen im Weg, und die Ware wird im Lager nicht gefunden, weil der Container Einzelstücke statt ganzer Gebinde enthält. Die meisten Händler verzichten aus Zeitgründen auf eine detaillierte Prüfung am Wareneingang, und was dort unbemerkt fehlt, fehlt später im Regal.
Cortex verbindet Lieferavis und erwartete Ankunft mit der Frequenz im Laden und der Belegung des Backrooms und legt Annahme und Verräumung in die ruhige Stunde. Ware wird gezielt angefordert statt gesucht, und das Nachfüllen aus dem Backroom während der Öffnungszeit, das teuerste Verfahren, weil Kunden den Ablauf unterbrechen, bleibt die Ausnahme statt die Regel.
Wirkung
Die Kennzahlen dieser Lösung sind Zeitspannen. Zeit von der Rampe bis ins Regal, Backroom-to-Shelf-Zeit, OOS-Minuten je Artikel, Regalverfügbarkeit zum Start der Spitze, Kartons je Nachfüllstunde. Nur ein Fünftel der Regallücken ist heute in weniger als acht Stunden wieder gefüllt, ebenso viele bleiben länger als drei Tage leer, und jede dieser Spannen lässt sich verkürzen, sobald sie gemessen wird.
Jeder Standort hat seinen eigenen Takt aus Anlieferrhythmus, Öffnungszeit und Frequenzprofil, und Cortex führt ihn als Regelwerk je Filiale. Über das Netz hinweg zeigt sich, wo die Lücke an der Rampe beginnt, wo im Backroom und wo im Schichtplan, und der Nachschub wird von einer Schichtaufgabe zu einer Grösse, die sich Stunde für Stunde führen lässt.