Aktionsbereitschaft

Cortex verifiziert vor dem Aktionsstart Ware, Preis und Platzierung in jeder Filiale und priorisiert, was bis zum ersten Kunden noch fehlt.

Aktionsverfügbarkeit

Verfügbarkeit am Starttag

Preisfehlerquote

Plan-Ist-Umsatz

Korrekturzeit

Compliance Rate

Aktionsstart

Die Aktion beginnt am Montag, und der Montag lässt sich nicht nachholen. Aktionsware fehlt im Regal häufiger als jede andere Ware, im Schnitt der Aktion bei neun bis elf Prozent der Artikel, und in den ersten Tagen liegt die Lückenquote über 15 Prozent, so hat es ECR Europe im Lebensmittelhandel gemessen. Die schwierigsten Tage sind die ersten, und genau an ihnen hat die Werbung die Kunden in den Laden geholt.

Die Ursachen sind bekannt, seit es die Zahlen gibt. Die Aktionsmenge wird zu knapp geschätzt und zu wenig bestellt, eine späte Änderung am Aktionsplan verpasst den Bestellzyklus, die Ware kommt an und bleibt auf der Palette im Lager, oder das Regaletikett fehlt. Cortex liest Aktionskalender, Aktionsbestand, Lieferstatus und Aufbaustatus je Filiale im selben Takt und zeigt am Tag vor dem Start, welche Aktion morgen beginnt und heute noch nicht bereit ist.

Bereitschaft

Bereit heisst mehr als geliefert. Die Ware ist im Laden und am vorgesehenen Platz, der Preis am Regal ist der Preis an der Kasse, das Display steht, und das Personal weiss, was läuft. Cortex prüft jeden dieser Punkte gegen Planogramm, Preisdatei, Bestand und Aufgabenstatus und führt je Aktion und Filiale einen Bereitschaftsgrad, der nicht bei der Lieferung aufhört.

Die Prüfung läuft vor dem Start, nicht danach. Was am Tag davor fehlt, geht als Aufgabe mit Artikel, Ort, Frist und Grund an die Rolle im Store, in der Reihenfolge der Frequenz, die morgen an der Fläche vorbeikommt. Die Aktionsfläche ist voll, wenn die ersten Kunden der Aktion kommen, und nicht am Mittag des zweiten Tages.

Der Preis ist ein eigener Fall. Ein Aktionspreis, der am Regal fehlt oder von der Kasse abweicht, kostet Vertrauen und Reklamationen und birgt rechtliche Risiken. In den USA, wo Behörden die Preisgenauigkeit im Laden prüfen, erfüllten 2024 23 Prozent der geprüften Filialen die Anforderungen nicht. Im deutschsprachigen Raum setzten im selben Jahr nur 27 Prozent der Händler elektronische Preisschilder flächendeckend ein, 45 Prozent noch gar nicht, der Aktionspreis kommt also meist von Hand ans Regal. Cortex vergleicht Preisdatei, Status der Preisschilder und Kassenpreis je Aktionsartikel und meldet die Abweichung, bevor der erste Kunde sie an der Kasse findet.

Umsetzung

Vereinbart ist nicht aufgebaut. Die Zweitplatzierung steht im Plan mit Displaytyp, Standort und Zeitraum, im Laden steht sie im falschen Gang, einen Tag später oder gar nicht. Cortex vergleicht den Sollplan mit dem Aufbaustatus und mit der Frequenz und dem Abverkauf an der Fläche und erkennt das Display, das steht und nichts verkauft, und das, das nie stand.

Lieferantenfinanzierte Displays und Aktionen sind ein Vertrag, und die Gegenleistung ist der Aufbau im Laden zur vereinbarten Zeit. Cortex führt je Vereinbarung die aktiven Promotiontage, den Aufbaustatus je Filiale und den Umsatz je Display und hält den Nachweis bereit, den der Lieferant sehen will. Erlöse aus dem Trade Marketing hängen damit nicht mehr an der Frage, ob jemand in der Filiale nachgesehen hat.

Nachweis

Verfügbarkeit am Starttag, Plan-Ist-Umsatz, Preisfehlerquote, Korrekturzeit und Umsetzung je Display werden je Aktion und Filiale geführt, gegen den Verlauf der Vorwochen und gegen die Filialen, in denen die Aktion bereit war. Der Unterschied zwischen einer Aktion, die am ersten Tag stand, und einer, die am dritten nachgezogen wurde, bekommt damit eine Zahl.

Über das Netz hinweg zeigt sich, welche Filiale ihre Aktionen hält, welche Warengruppe am Start regelmässig fehlt und wo die Lücke nicht im Laden, sondern in der Bestellmenge beginnt. Die nächste Aktion startet mit dem, was die letzte gezeigt hat, und der Aktionstag wird von einem Datum im Kalender zu einem Zustand, der sich prüfen lässt, bevor er da ist.

Eine neue Ära im Detailhandel.